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Der Klappenschrank zu 10 Leitungen auch Reichswehrklappenschrank genannt ist eine Weiterentwicklung des Klappenschrankes OB 17.

 

Der Klappenschrank dient in erster Linie für OB- Betrieb, jedoch ist er mit Abfrageapparat und mit Einrichtungen versehen, die für die ersten 3 Anschlusspaare einen Anschluss an andere Systeme ermöglichen. Der Schrank hat das Zweischnursystem mit besonderen Schlussklappen.

 

 

Der Schrank hat an der Vorderseite von oben nach unten ausgeführt:

 

den leicht abnehmbaren Deckel mit 8 Vielfachklinken (parallel geschaltet).

 

Im Zwischendeckel, unterhalb des abschraubbaren Schrankdeckels, befinden sich der Weckerumschalter,  10 Anschlussklemmen 1 a/b bis 10 a/b, sowie 10 Auftrennklemmen x/y, 3 Klemmen W 1, 2, 3 zum Anschalten eines zweiten Weckers, 2 Klemmen + - zum Anschalten des Klappenschrankbatteriekasten mit 2 Feldelementen, sowie zwei Anschlussklinken zum Parallelschalten eines zweiten Klappenschrankes zu 10 Leitungen.

 

In der um die linke Seitenkante herausdrehbaren Tür die Abfragetasten, den Verriegelungsauslöseknopf, die Anrufklappen mit darunterliegenden Nummernstreifen, die Vermittlungsklinken, die Anrufklappenhaltevorrichtung mit Beschriftungsschildern. Ausserdem die Schlussklappen nebst Haltevorrichtung und unten rechts die Induktorkurbel, an der unteren Kante die Aussparungen für die Vermittlungsschnüre.

 

An der linken Seite befindet sich eine fünfstellige Buchse für den Handapparat (verwendbar sind Handapparat 17, Handapparat 26 oder Brustfernsprecher), der an den durch einen Schlitz herausklappbaren Hakenumschalter aufgehängt wird.

 

Als Stromquelle wird die besonders mitgeführte Klappenschrankbatterie benutzt, notfalls kann man auch zwei hintereinandergeschaltete Feldelemente mit

Wachsdraht anschließen. 

 

Die Buchstaben auf den Anschlüssen der Batterieklemmen stehen für:  

K = Kohlepol   + 

Z = Zinkpoldraht  -

 

 

Ältere Modelle (wie dieses hier) haben an der rechten Seite 10 Buchsenpaare zum Stöpseln von Kopffernsprecher für Summerbetrieb.

Der Hauptvorteil des Summerbetriebes ist, das er selbst über schlechte Leitungen mit starken Ableitungen möglich ist, bei denen ein Induktoranruf oder ein Sprechen nicht mehr möglich ist. Natürlich wird auch der Summerbetrieb dann leiser, dennoch hörbar.

Selbst auf zerschossenen Leitungen ist manchmal noch ein Summerverkehr möglich, wenn benachbarte Drahtstücke die Induktion übertragen.

Hört also bei Leitungsstörung die Sprechverständigung auf so kann häufig bis zum Beheben des Fehlers der Verkehr durch  Morsezeichen mit dem Summer aufrechterhalten werden.

Oberhalb der Schlussklappen ist mittig die Summertaste angebracht.

Klappenschrank zu 10 Ltg.

Klappenschrankbatterie