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Der Wellenmesser Fremes „a“ für 10 – 10.000 m arbeitet nach dem Schwebungsprinzip. Er besitzt eine HF- Vorstufe, einen Oszillator und eine zweistufige Niederfrequenzverstärkung. Die Abstimmung der beiden Schwingkreise (HF- und Oszillatorkreis) erfolgt im Gegenlauf durch Bedienung eines einzelnen Drehknopfes. Der Wellenbereich 10 – 10.000 m ist in 20 Teilstriche unterteilt, die sich reichlich überlappen. Jeder Teilbereich hat einen besonderen Spulenplatz. Die Umschaltung erfolgt durch Betätigung des an der linken Seite des Gerätes angebrachten Drehknopfes. Der jeweilige eingeschaltete Teilbereich erscheint als Zahl 1 – 20 in dem mit Bereich bezeichneten Fenster.

 

 

Zur Kontrolle der Betriebsspannungen dient das in die Frontplatte eingebrachte Messinstrument. Das Auswechseln der Röhren ist nach öffnen der an der Vorderseite des Gerätes angebrachten Klappen leicht vorzunehmen. Besonderer Wert ist auf genaue Ablesemöglichkeit der gefundenen Einstellungen gelegt. Die Skala ist zu diesem Zweck groß gehalten und mit Lupenablesung versehen. Das ganze Gerät ist in ein Leichtmetallgehäuse eingebaut und dadurch gegen mechanische und elektrische Einflüsse weitgehend geschützt.

Das Gewicht des Gerätes beträgt 20 kg.

 

Schaltung:

Wie aus der Schaltung ersichtlich, arbeitet das Gerät mit 4 Röhren, und zwar je einer Röhre in der HF-, Oszillator und den beiden NF- Stufen. Die HF- Stufe ist mit einer Schirmgitterröhre bestückt, die anderen Stufen mit Trioden. In den NF- Stufen ist die erste Röhre transformatorisch, die zweite in Drosselkondensatorkopplung angeschaltet. Der Kopfhöreranschluss ist gegen die Anodengleichspannung durch einen Kondensator abgeriegelt. Die Batterieleitungen sind gegen Ausstrahlung einerseits, sowie gegen Aufnahme von Störungen anderseits hochfrequent verdrosselt.

 

Arbeitsweise und Bedienung:

Der Wellenmesser arbeitet nach dem Überlagerungsprinzip. Die zu messende Welle gelangt über die HF- Stufe oder über die Ankopplung in den Oszillatorkreis. Letzterer wird nun ebenfalls auf die zu messende Welle abgestimmt, und zwar stimmt die im Oszillatorkreis eingestellten Welle mit der zu messende überein, wenn der sich bildende Überlagerungston Null wird. Bei dieser Einstellung wird dann auf der Skala abgelesen. Für den abgelesenen Wert ist aus der Eichkurve des betreffenden Teilbereich die Frequenz zu entnehmen.

Zur Messung von Senderfrequenzen ist an die Klemmen Antenne und Erde ein kurzer Draht bzw. Antenne und Erde anzuschließen, je nach der örtlichen Feldstärke der zu messenden Frequenz.

Das Gerät arbeitet hierbei als ein in Frequenzen geeichter Empfänger. Bei Empfängereichungen ist zu unterscheiden zwischen Empfängern mit und ohne Rückkopplung. In beiden Fällen ist an eine der 4 Klemmen „Kopplung zum Empfänger“ ein ca. 0,5 bis 2 m langer Draht anzuschließen, der dann Kapazitiv mit dem Empfänger gekoppelt wird (z. B. in die Nähe der Antennenzuführung des Empfängers legen).

Je nach der Empfindlichkeit des zu messenden Empfängers können verschiedene Ankopplungen gewählt werden. Es empfiehlt sich, stets den losesten der 4 Anschlüsse sowie loseste Empfängerkopplung zu benutzen. Bei Empfängern mit Rückkopplung wird letztere angezogen und der Schwebungston am Empfänger abgehört, bei Empfängern ohne Rückkopplung kann sich kein Überlagerungston bilden. Um auch die Eichung dieser Geräte ausführen zu können, wird, wir bereits eingangs erwähnt, die vom Wellenmesser erzeugte Oszillatorwelle mit ca. 1000 Hertz moduliert.

Zu diesem Zweck wird der untere auf der Frontplatte rechts angeordnete Kippschalter auf „tönend“ gestellt. Der Modulationston wird ebenfalls am Empfänger abgehört, zu beachten ist, dass in diesem Falle auf Tonmaximum einzustellen ist.

  

Stromquellen:

Der Wellenmesser wird aus Batterien betrieben,

Es werden benötigt:

Heizspannung 4 Volt 0,5 Ampere

Anodenspannung 135 – 150 Volt 15 – 25 mA.

In die Heizleitung ist ein Heizregler von max. 5 Ohm eingebaut, so dass auch Batterien bis 6 Volt Klemmenspannung verwendet werden können. Zu beachten ist, dass bei Batterien mit mehr als 4 Volt Spannung der Heizregler vor dem Einschalten nach links bis zum Anschlag gedreht wird, damit die Röhren nicht überheizt werden. Nach dem Einschalten wird dann die Heizspannung mit Hilfe des Reglers auf 3,8 Volt eingestellt.

 

Röhrenbestückung:

RES 094                in der Hochfrequenzstufe

RE  134 W            in der Oszillatorstufe

RE  134                 in der ersten Niederfrequenzstufe

RE  134                 in der zweiten Niederfrequenzstufe

 

Sicherung:

Type Wickmann FT 2, 50 mA.

 

Wellenmesser Fremes "a" von 1942