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Festungs – Drahtnachrichtenanlagen

 

 

Die Fernsprechanlagen.

Die Fernsprechanlage in den Landesbefestigungen hat die Aufgabe, allen taktischen Stellen eine zuverlässige Nachrichtenverbindung zu geben.

Grundsätzlich bestand die Möglichkeit, O.B. und Z.B. Fernsprechanlagen oder Wählanlagen einzubauen.


 


 

Das Festungskabelnetz.

Das Festungskabelnetz hat die Aufgabe, die an den taktischen Stellen eingesetzen  Fernsprech und Signalgeräte miteinander zu Verbinden. Es besteht aus sogenannten Festungsaussen und Festungsinnenkabel. Während Festungsaussenkabel bei der Verlegung in die Erde d. h. also beim Aufbau des Aussennetzes dienten, hat das Innenkabel die Verbindungen in den Kampfanlagen aufzunehmen.



 

Der Festungsfernsprecher 38

kommt in allen Anlagen der Landesbefestigungen zur Verwendung. Er ist nur zum Anschluss an O.B. – Vermittlungen mit Induktoranruf und Induktorschlusszeichen vorgesehen.

Sind mehrere Apparate in einem Raum untergebracht, so werden Festungsfernsprecher mit Schauzeichen eingebaut. Das Gleiche gilt, wenn das Panzerwerk mit Alarmeinrichtungen ausgerüstet ist.

Bei Verwendung einzelner Festungsfernsprecher oder bei Parallelschaltungen mehrerer Stationen werden Festungsfernsprecher ohne Schauzeichen verwendet.

Die elektrische Ausrüstung des Festungsfernsprechers ist in einem widerstandsfähigen und wasserdichten Grauguss Gehäuse untergebracht. Die Unterbrechung des Mikrofonstromes wird nicht durch eine Sprechtaste wie beim Feldfernsprecher 33, sondern durch Aufhängen des Festungshandapparates am Hakenumschalter bewerkstelligt. Um unnötigen Stromentnahme aus der Batterie zu vermeiden, wird der Handapparat im unbenutzten Zustand stets auf den Hakenumschalter aufgehängt.

Der Festungshandapparat ist durch eine Gummischlauchleitung fest mit der Station verbunden. Der Induktor ist ebenso wie Mikrofon usw. aus dem Feldfernsprecher übernommen, um möglichst einfache Nachschubverhältnisse zu erhalten. Die Induktorkurbel ist rechts an der Station wasserdicht herangeführt. Der auf dem Graugussgehäuse angebrachte Wecker stellt der erforderlichen größeren Lautstärke eine Sonderkonstruktion dar.

Alle Anschlüsse werden von unten in das Gerät eingeführt. Zur Speisung des Mikrofons dienen drei Feld – bzw. Trockenelemente, die in einem wasserdichten Batteriekasten untergebracht sind.

Die Bedienung ist einfach und ohne besonderen Hinweis möglich.

 


 

 


 

Der Festungsfernsprecher D

(doppelt - für zwei Sprechsysteme)

wird in allen Fällen eingebaut, wo aus betrieblichen Gründen zwei Sprechstellen erforderlich sind, aus Raumgründen aber zwei getrennte Stationen nicht untergebracht werden können.

Er besteht aus dem Fernsprechergehäuse D (doppelt), zwei großen Batteriekästen, zwei Kopffernsprechern, zwei Anschlussdosen für Kopffernsprecher und einem besonderen Wechselstromwecker für das System II. Ab Baujahr 1939 ist dieser an das System I angeschlossen.

Der Festungsfernsprecher D wird als Sonderausführung des normalen Festungsfernsprecher 38 gefertigt. In dem normalen Guss Gehäuse befinden sich zwei getrennte Sprechsysteme I und II, die auf verschiedenen Anrufklappen der Festungsvermittlung enden. Zwei Kopffernsprecher, angeschlossen an zwei Anschlussdosen, gestatten, zwei Gespräche gleichzeitig zu führen. Zwei Schau bzw. Leuchtzeichen im Gehäusedeckel zeigen an, welches Sprechsystem gerufen wurde. Handappararat und Hakenumschalter fiel bei diesen System weg. An Stelle des Hakenumschalters ist eine Taste getreten, durch deren Betätigung der Rufinduktor von System I auf System II umgeschalten wird.

Die Bedienung der Station entspricht der des normalen Festungsfernsprechers. Lediglich bei Benutzung  des Sprechsystems II wird beim Anruf und Schlussruf die Ruftaste zugleich mit dem Induktor betätigt. Beim Anruf von der Vermittlung spricht mit dem Wecker gleichzeitig das zugehörige Schauzeichen an. Nach Beendigung des Sprechbetriebs sind die Stecker der Kopffernsprecher aus den Anschlussdosen zu entfernen, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden.

 

 

 

 

 


 

Der Festungsfernsprecher M.

Der Festungsfernsprecher M wird als Sonderfernsprecher verwendet. Der Festungsfernsprecher M ist wie der Festungsfernsprecher R eine Sonderausführung des normalen Festungsfernsprecher ohne angebauten Handapparat. Der Fernsprechbetrieb erfolgt mit Kopffernhörer, der in die seitliche angebrachte Steckbuchse eingeführt wird.


 

Der Festungsfernsprecher R

Der Festungsfernsprecher R besteht aus dem Fernsprechgehäuse R ( rund ), enthält die elektrischen Einbauteile sowie einen Anschluss an den grossen Batteriekasten und einen Kopffernhörer.


 

Der Feldfernsprecher 33

Der Fedfernsprecher 33findet in Festungsnachrichtenanlagen umfangreiche Verwendung. Er wird nicht nur von der Feldtruppe mitgeführt und feldmäßig an das Festungsnetz angeschlossen, sondern auch zum Ersatz zerstörter und beschädigter Festungsfernsprecher eingesetzt.


 

Der Kopffernsprecher 35 / 40.

Der Kopffernsprecher ermöglicht die Bedienung von Vermittlungen sowie Kampfbesatzungen Ferngespräche zu führen, ohne daß die Hände mitbenutzt werden.

 

 

 


 

Das 10 paarige Anschlusskabel.

Das zehnpaarige Anschlusskabel wird zum Anschluss des kleinen Klappenschranks zu 10 Leitungen an das Festungskabelnetz verwendet.

Das Gerät das zur Ausrüstung der Feldtruppe gehört, soll im Festungsnachrichtennetz den sauberen und schnellen Einsatz von kleinen Vermittlungen an Stellen des Netzes ermöglichen, wo Sonderverhältnisse dies erforderlich machen.

 

 

 

 


 

Quelle: Dienstvorschrift D796