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Feldfernsprecher 26

 

Lt. Friedensvertag von 1919 durfte Kriegsgerät nur noch von bestimmten Firmen hergestellt werden, Feldfernsprecher nur noch von der

Fa. C. Lorenz AG Berlin (Kürzel Lz) produziert werden. Um die immer größer werdenden Auftragseingänge zu decken wurde auch von anderen Firmen in Lizenz für die C. Lorenz AG gefertigt.

 

Folgende Firmen fertigten in Lizenz Feldfernsprecher 26 für die C. Lorenz AG:

  • GELAP (87), Berlin (Ges. für Elektrische Apparate), 1933 wurde GELAP in Siemens-Apparate und Maschinen GmbH, Berlin umbenannt.
  • TE KA DE ( 96), Nürnberg (Telefonapparate- Kabel- und Drahtwerk AG)
  • TEFAG (133), Hannover (Telefon Fabrik AG)
  • FS (Code: unbekannt), Berlin (Ferdinand Schuchhardt)

 

Diesen Firmen wurde ein Code zugewiesen, das Baujahr wurde in Buchstaben angegeben.

 So lautet z. B. Lz. 87 M

 

 

 

Lz = C. Lorenz AG / 87 = GELAP, Berlin / M = Baujahr 1927

 


 

Der Feldfernsprecher 26 ist ein Fernsprecher mit Induktoranruf, er stimmt hinsichtlich Schaltung und Wirkungsweise im Wesentlichen mit den Fernsprechapparaten der Reichs- Telegraphenverwaltung in Ortsbatterie (OB) Netzen überein. Besonders fest eingebaute Einrichtungen gestatten aber auch seine Verwendung in Fernsprechnetzen mit selbsttätigem Schlusszeichen (SB) und mit Zentralbatterie (ZB) Betrieb. Unter Zuhilfenahme eines Nummernscheibenkästchens kann der Feldfernsprecher auch als Teilnehmerapparat in Selbstanschluss (SA) Netzen verwendet werden.

 

Die Hauptteile des Feldfernsprechers sind:

  1. Gabelträger, herausklappbar, am Kasten befestigt,
  2. Weckereinsatz, herausnehmbar,
  3. 2 Feldelemente in dem durch herausnehmbaren Deckel verschlossenen Batteriefach
  4. Feldhandapparat,
  5. Vermittlungsschnur

Gewicht ca. 6,4 kg.

 

Vor Inbetriebnahme des Feldfernsprechers sind die Feldelemente anzusetzen.

Die Außenleitungen werden an die Klemmen La und Lb/Z geführt. (Anschluss an Fernsprechämter siehe weiter unten.) Die Verbindungsschnur des Handapparates wird durch die linke Schnurdurchführungsklappe, die Leitungen durch die rechte Klappe nach außen geführt. dann wird die Gabel herausgeklappt und der Handapparat daraufgelegt. Die Jnduktorkurbel wird an das (untere) Langloch des Schallochschiebers an der rechten Kastenwand eingeführt und durch Rechtsdrehen auf die Induktorachse geschraubt. Zuletzt wird der Kastendeckel geschlossen und verriegelt.

Der Apparat ist nun betriebsbereit.

 

Die Buchstaben auf den Anschlüssen der Batterieklemmen stehen für: 

K = Kohlepol   + 

Z = Zinkpoldraht  -

 

 

Der Anschluss an ein Amt mit selbsttätigem Schlusszeichen (SB-Amt) erfolgt durch Anlegen der vom Amt kommenden Doppelleitung an die Klemmen La und Lb/E. Der Anruf erfolgt durch Drehen der Induktorkurbel. Nach beendetem Gespräch wird lediglich der Handapparat auf die Gabel gelegt, das sonst übliche Abläuten durch Drehen der Induktorkurbel fällt weg, da die Schlusszeichengabe auf dem Amt selbsttätig erfolgt.

 

Der Anschluss an SA-Ämter erfolgt unter Zuhilfenahme des Nummernscheibenkästchens.

Die vom Nummernscheibenkästchen kommende Anschlußschnur wird mittels der beiden Kabelschuhe an die Klemmen La und Lb/ZB geführt. Das Nummernscheibenkästchen wird auf den Deckel des Feldfernsprechers aufgesetzt und durch die beiden seitlichen Klammern gehalten.

 

Der Anschluss an ein Amt mit Zentralbatterie (ZB-Amt) erfolgt durch Anlegen der vom Amt kommenden Doppelleitung an die Klemmen La und Lb/ZB. Der Anruf erfolgt durch Abheben des Handapparates vom Gabelträger.

 

 


 

Ges. für Elektrische Apparate, Berlin - Baujahr 1927


 

C. Lorenz AG, Berlin - Baujahr 1935


 

Summerzusatz für den FF 26 / FF 17

Der Hauptvorteil des Summerbetriebes ist, das er selbst über schlechte Leitungen mit starken Ableitungen möglich ist, bei denen ein Induktoranruf oder ein Sprechen nicht mehr möglich ist. Natürlich wird auch der Summerbetrieb dann leiser, dennoch hörbar. 

Der Nachteil des Summerverkehrs aber ist, dass er im Feld vom Feind sehr viel leichter mitgehört werden kann und den Verkehr auf benachbarte Heeres sowie Postleitungen stört. Zudem ist auch er zum Anschluss an Vermittlungen ungeeignet.

Hört also bei Leitungsstörung die Sprechverständigung auf so kann häufig bis zum Beheben des Fehlers der Verkehr durch  Morsezeichen mit dem Summer aufrechterhalten werden.

Selbst auf zerschossenen Leitungen ist manchmal noch ein Summerverkehr möglich, wenn benachbarte Drahtstücke die Induktion übertragen.

Summer

Sammlung: Csaba Magdó